Mörder ohne Erinnerung
Thriller (B,NL 2003)
Ein Profikiller verliert nach einem Schlaganfall sein Gedächtnis – ausgerechnet in jenem Moment, in dem er einen brisanten Mordauftrag ausführen soll. Während er verzweifelt versucht, seine Erinnerung und Kontrolle zurückzugewinnen, gerät er zwischen die Fronten von Polizei, Politik und organisiertem Verbrechen. Ein intensiver Thriller über Schuld, Identität und die Unzuverlässigkeit des eigenen Bewusstseins. Ein Profikiller führt seine Taten routiniert und ohne sichtbare Skrupel aus – bis ein Schlaganfall sein Gedächtnis zerstört. Ausgerechnet in dem Moment, als er einen heiklen Auftrag erledigen soll, bricht seine Vergangenheit weg: Namen, Gesichter, Absprachen, Motiv, alles verschwimmt. Was bleibt, ist ein Mann, der zwar weiß, dass er gefährlich ist, aber nicht mehr, für wen er arbeitet und gegen wen sich seine Gewalt richtet. Erik van Looy nutzt diese Ausgangslage für einen Thriller, der klassische Spannung mit einem psychologischen Kern verbindet. Der Auftragskiller wird plötzlich selbst zum Getriebenen, gejagt von den Auftraggebern, die ihn kontrollieren wollen, und von Ermittlern, die das Netz aus Korruption und Gewalt aufzudecken versuchen. Die Frage, ob ein Mörder ohne Erinnerung noch in vollem Sinn verantwortlich ist, zieht sich als moralische Linie durch den Film. Zugleich spielt der Film elegant mit den Mitteln des Genres: rasche Perspektivwechsel, präzise gesetzte Twists und ein visuell konsequenter Blick in eine Welt, in der Loyalität reine Verhandlungsmasse ist. "Mörder ohne Erinnerung" verbindet Spannung und Atmosphäre mit einem sehr physischen Schauspiel: Der Hauptdarsteller trägt den Film über die sichtbare Unsicherheit seines Körpers, seine plötzlichen Aussetzer, das ständige Misstrauen gegenüber der eigenen Wahrnehmung. Damit wird der Thriller zu einem Drama über einen Mann, der seine Identität Stück für Stück neu zusammensetzen muss, ohne sicher sein zu können, ob er sie überhaupt noch behalten will.
- Laurien van den Broeck (Bieke Cuypers)
- Dirk Roofthooft (Vader Cuypers)
- Koen De Bouw (Eric Vincke)
- Werner De Smedt (Freddy Verstuyft)
- Hilde De Baerdemaeker (Linda de Leenheer)
- Geert Van Rampelberg (Tom Coemans)
- Jan Decleir (Angelo Ledda)
- Patrick Descamps (Gilles Resnais)
- Anne-Caroline Suberville (Dienster)
- Jan Dyck (Taxi Driver)
- Miek Van Bockstaele (Receptionist)
- Deborah Ostrega (Anja)
- Gene Bervoets (Seynaeve)
- Els Dottermans (Eva Van Camp)
- Lucas Van Den Eynde (Bob Van Camp)
- Anaïs Terryn (Ine Van Camp)
- Lone van Roosendaal (Henriette Seynaeve)
- Jo De Meyere (Baron Gustave De Haeck)
- Johan van Assche (Van Parys)
- Roland De Jonghe (Paolo Ledda)
- Katrien Vandendries (Nurse)
- Ludo Hoogmartens (Businessman)
- Bart Slegers (Lemmens)
- Marc Peeters (Opdebeeck)
- Tom Waes (Verheyen)
- Filip Peeters (Major De Keyzer)
- Eddy Vereycken (Dr. Abbeloos)
- Kristine Arras (Housekeeper)
- Vic de Wachter (Joseph Vlerick)
- Tom Van Dyck (Jean de Haeck)
- Babett Manalo (Masseuse)
- Jan Van Looveren (Police Motorcyclist)
- Jappe Claes (Prosecutor Bracke)
- Marc Janssen (Chaplain)
- Peter Borghs (Guard)
- Cela Yildiz (Reporter)
- Carl Joos (screenplay)
- Erik Van Looy
- Erik Van Looy
- Eddy Stevesyns (first assistant director)
- Eric Taelman (second unit director)
- Jakob Verbruggen (second assistant director)
- FSK 16