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Daniele Gatti dirigiert Wagner, Saint-Saëns und Debussy

Daniele Gatti dirigiert Wagner, Saint-Saëns und Debussy
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So, 16.08.2026 | 17:50 - 18:40

Klassische Musik (D 2026)

Zwischen dunkler Klangfülle und heller Leichtigkeit bewegt sich das Programm dieses Konzerts der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Es macht hörbar, wie stark Richard Wagner Komponisten wie Claude Debussy und Camille Saint-Saëns prägt – und verweist zugleich auf das spannungsreiche Verhältnis zwischen deutscher und französischer Musik am Ende des 19. Jahrhunderts. Mit Wagner verbindet Debussy eine Art Hassliebe. 1888 und 1889 führen ihn zwei Reisen zu den Bayreuther Festspielen, wo er Die Meistersinger von Nürnberg, Parsifal und Tristan und Isolde erlebt. Zunächst begeistert ihn vor allem die revolutionäre Harmonik in Tristan und Isolde, später nimmt er jedoch eine zunehmend kritische Haltung ein. Wagner erscheint ihm als übermächtiges Vorbild, von dessen Einfluss es sich zu lösen gilt. Auch Saint-Saëns hat ein zwiespältiges Verhältnis zu Wagner. Einerseits bewundert er dessen Orchestrierung, andererseits empfindet er seine Opern als überladen, langatmig und ausschweifend. Den Wagnerismus sieht er als Gefahr für einen eigenständigen französischen Stil und setzt ihm eine Rückbesinnung auf klassische Klarheit in der Musiksprache entgegen. Daniele Gatti dirigiert die Sächsische Staatskapelle Dresden. Saint-Saëns' erstes Cellokonzert interpretiert Gautier Capuçon, ein Meister des warmen, kantablen Tons. Programm: Richard Wagner – Vorspiel zum 3. Aufzug und "Karfreitagszauber" aus Parsifal Camille Saint-Saëns – Violoncellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33 Claude Debussy – La mer Richard Wagner – Vorspiel zu Die Meistersinger von Nürnberg und "Isoldes Liebestod" aus Tristan und Isolde