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Tagesgeschehen (F 2026)
(1): Das Lebendige ist bedroht – doch es gibt auch eine gute Nachricht: Wir können es noch retten Vor 445 Millionen Jahren löste eine ausgeprägte Eiszeit das erste Massensterben aus. Seither folgten vier weitere. Laut der Evolutionsbiologin Tatiana Giraud steuern wir zwar nicht auf ein sechstes Massensterben zu, doch die Biodiversität ist bedroht: Zahlreiche Arten verschwinden mit "unglaublicher Geschwindigkeit". In ihrem Buch "La biodiversité en infographies. L'urgence du vivant : comprendre pour agir" (Biodiversität in Infografiken. Die Dringlichkeit des Lebendigen: Verstehen, um zu handeln, Verlag Tana) plädiert sie dafür, die Biodiversität als ein System dynamischer Wechselwirkungen zu begreifen. Was eine Art betrifft, hat Auswirkungen auf viele andere. (2): Krieg im Nahen Osten: Sind die Golfmonarchien zum Abwarten gezwungen? Seit Beginn des Krieges im Iran sind die Golfmonarchien fast täglich Ziel iranischer Angriffe auf ihre Energieinfrastruktur. Teheran droht, noch weiter zu gehen und Kraftwerke in Kuwait oder Meerwasserentsalzungsanlagen in Katar ins Visier zu nehmen. Die Islamische Republik rechtfertigt dies damit, dass diese Staaten US-Militärstützpunkte beherbergen. Zugleich versucht sie, durch Angriffe auf die wirtschaftlichen Ressourcen der Golfmonarchien Druck auf deren amerikanischen Verbündeten auszuüben. Bislang reagieren die Ölmonarchien zurückhaltend. Nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen in Riad warnte der saudische Außenminister jedoch vergangene Woche, die Geduld seines Landes sei "nicht unbegrenzt". Außerdem: Xavier Mauduit blickt auf das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Australien. Marie Bonnisseau berichtet über einen "Amorbaum" in Deutschland, der seit dem 19. Jahrhundert für rund hundert Eheschließungen verantwortlich sein soll.
- Tatiana Giraud.
- Krieg im Nahen Osten: Angriffe auf Energieinfrastruktur.
- FSK o.A.
