ttt – titel thesen temperamente
Kultur (D 2026)
Kommt jetzt das Ende von Social Media? Weniger Posts, sinkende Interaktion, wachsende Unzufriedenheit – vieles deutet darauf hin, dass soziale Medien an Bedeutung verlieren. Seit rund zwei Jahren steigt die Nutzungsdauer nur noch bei Älteren und stagniert in den meisten Altersgruppen. Ausgerechnet 16- bis 24-Jährige wenden sich ab. Statt Austausch dominieren KI-generierte Inhalte und Werbung. Immer mehr Staaten fordern Regulierungen: nach Australien könnte Frankreich bald das zweite Land sein, in dem es eine Altersbeschränkung für Social Media gilt. Haben Soziale Medien ihren Höhepunkt überschritten? Und: Wäre ein Ende der Plattformen eher ein Verlust oder eine Entlastung für gesellschaftliche Diskurse? Darüber sprechen wir mit dem New Yorker Sozialpsychologen und Autor Jonathan Haidt ("Generation Angst"), der maßgeblich die Politik der Regulierung von Social Media für Jugendliche angestoßen hat, dem Soziologen Armin Nassehi und dem jungen Youtuber Robin Fübbeker, dessen Video über seine Löschung von Instagram knapp 1 Million Aufrufe hat. / "Rise of the Sunken Sun": Grönland durch die Augen des Fotografen Inuuteq Storch: Grönland, das ist für manche gerade: ein Aquisitionsobjekt. Möglichkeit der Militarisierung. Für Inuuteq Storch ist es: Heimat. Er lebt in Sisimiut, eine Stadt mit 5.000 Einwohnern nördlich des Polarkreises. Und fotografiert: Momente der Intimität, des Alltags und der Veränderung. Eine Gemeinschaft zwischen Inuit-Traditionen und dänischen Kolonialeinflüssen. Storch war der erste grönländische Künstler, der im dänischen Pavillon der Biennale von Venedig ausstellte (2024). Aktuell sind seine Arbeiten in Einzelausstellungen im MoMA PS1 und in Göteborg zu sehen. Dort haben wir ihn getroffen. / Bad Bunny inmitten des Super Bowl: zur Politik des Pop: Er hat gerade Geschichte geschrieben: Benito Martínez Ocasio aus Puerto Rico ist der erste Lateinamerikaner, der mit dem Grammy für das beste Album des Jahres ausgezeichnet wurde. Bereits vier Jahre lang war er der meistgestreamte Künstler der Welt – und das, obwohl er ausschließlich auf Spanisch singt. Bei seiner Welt-Tournee hat er die USA bewusst ausgelassen: aus Sorge, dass ICE-Beamte Menschen nach seinen Konzerten aufgreifen. An diesem Sonntag bekommt er – der über lateinamerikanischen Stolz und Selbstbestimmung singt – die größtmögliche Bühne Amerikas: die Halftimeshow des Super Bowl. Kann sein Auftritt das politische Klima in den USA verändern? / "Das Flüstern der Wälder": Der französische Naturfilmer Vincent Munier: Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier auf seinen Streifzügen tief in die Wälder der Vogesen mitbringen muss. Immer wieder zieht es ihn tief hinein in die Stille des Waldes, zu einer Tanne, die zu seinem Versteck geworden ist. Mehr als 800 Nächte hat er dort verbracht – auf der Suche nach Hirschen, Luchsen und dem geheimnisvollen König der Wälder: dem Auerhahn. Der französische Naturfilmer Vincent Munier ("Der Schneeleopard") hat seinen Vater dabei begleitet. Sein Film ist eine Meditation geworden – und: eine Liebeserklärung an die Symbiose von Mensch und Natur.
- Kommt jetzt das Ende von Social Media?.
- "Rise of the Sunken Sun": Grönland durch die Augen des Fotografen Inuuteq Storch.
- Bad Bunny inmitten des Super Bowl: zur Politik des Pop.
- "Das Flüstern der Wälder": Der französische Naturfilmer Vincent Munier.